Pressemitteilung der Bundesärztekammer
Montgomery: Bundesärztekammer muss in den Gemeinsamen Bundesausschuss
Berlin, 08.09.2011
Eine gute flächendeckende medizinische Versorgung ist nur unter Beteiligung der Ärztekammern auf Landes- und Bundesebene zu sichern. Das hat Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, in einem Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt (Heft 36) erklärt. „Wir müssen uns darüber Gedanken machen, wie wir die ganze Kette von der ärztlichen Ausbildung über die Weiterbildung bis hin zum Facharzt im Krankenhaus oder in der Niederlassung fortentwickeln können.
Deshalb
fordert die Bundesärztekammer die Beteiligung am Gemeinsamen
Bundesausschuss (G-BA), weil nur die Kammern die Weiterbildungskompetenz
und die Fortbildungshoheit haben“, sagte Montgomery.
Die
Bundesregierung hat im Entwurf des Versorgungsstrukturgesetzes eine
Mitgliedschaft der BÄK im G-BA und der Landesärztekammern in den
geplanten Gremien zur sektorübergreifenden Versorgungsplanung bisher
nicht vorgesehen. Die Begründung, die Steuerung der Versorgung sei nicht
Aufgabe der Kammer, lässt Montgomery aber nicht gelten: „Nicht nur die
Kassenärztlichen Vereinigungen, auch die Ärztekammern tragen
Verantwortung für die künftige Gestaltung der Versorgung“. Er erinnerte
daran, dass der Gesetzgeber die Bundesärztekammer mehrfach mit
normativer Verantwortung beliehen habe, etwa bei der Qualitätssicherung
oder der Organtransplantation.
Quelle: Bundesärztekammer, 08.09.2011
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