Pressemitteilung der Bundesärztekammer
Wenker: „Wir unterstützen ein Verbot von Schönheits-OPs an Kindern und Jugendlichen“
Berlin, 13.04.2012
„Wir unterstützen ein Verbot von Schönheits-OPs an Kindern und Jugendlichen", sagte die Vizepräsidentin der Bundesärztekammer, Dr. Martina Wenker, der Nachrichtenagentur AFP (12.04.2012). Ein Mädchen, das sich zum Geburtstag eine Brustvergrößerung wünsche, wisse meist gar nicht, welche Folgeschäden dies haben könne.
Nach dem Willen der
Gesundheitspolitiker von CDU und CSU sollen Schönheitsoperationen an
Minderjährigen, die keine medizinische Grundlage haben, verboten werden.
Selbst bei einer Aufklärung sei „nicht sichergestellt, dass sich der
Jugendliche der Reichweite seines Entschlusses bewusst ist“, heißt es in
einem Entwurf für ein Positionspapier der Unionsexperten zum geplanten
Patientenrechtegesetz. Es bestehe die Gefahr, dass der jugendliche
Charakter die Folgen nur schwer oder überhaupt nicht verarbeite. Das
Papier soll am Freitag (13.04.2012) auf einer Klausurtagung beraten
werden. „Der Schritt ist wichtig und überfällig", sagte Wenker der
Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (13.04.2012). Sie hoffe, dass es durch
das Verbot zu einem Umdenken in der Gesellschaft kommt. „Denn Schönheit
macht man nicht mit dem Messer."
Quelle: Bundesärztekammer, 13.04.2012
| < Zurück | Weiter > |
|---|






