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Montgomery empfiehlt Bundesrat Annahme der neuen Approbationsordnung

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Pressemitteilung der Bundesärztekammer

Montgomery empfiehlt Bundesrat Annahme der neuen Approbationsordnung

Berlin, 19.01.2012

Bundesärztekammer-Präsident Dr. Frank Ulrich Montgomery hat dem Bundesrat empfohlen, die Neufassung der Ärztlichen Approbationsordnung anzunehmen. „Die jetzt vorliegende Verordnung sieht die Abschaffung des Hammerexamens, die Stärkung der Allgemeinmedizin, erweiterte Wahlmöglichkeiten der Ausbildungsstätten für das praktische Jahr (PJ), Verlängerung der zulässigen Fehlzeiten im PJ sowie die Möglichkeit, das PJ in Teilzeit durchzuführen, vor.

Das sind allesamt Dinge, die wir als Ärzteschaft uneingeschränkt unterstützen“ sagte der Ärztechef in einem Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt (19.01.2010). „Wir sind der festen Überzeugung, dass wir künftig nicht nur universitäre Mediziner brauchen, sondern Ärztinnen und Ärzte an kleineren Krankenhäusern, Schwerpunktpraxen und so weiter. Deshalb ist es wichtig, dass man auch dort sein PJ absolvieren kann“, sagt er zur Kritik des Medizinischen Fakultätentages, der eine Verschlechterung der Ausbildungsqualität befürchtet. Künftig soll der Kreis der Krankenhäuser, an denen das PJ absolviert werden kann, auf alle Lehrkrankenhäuser in Deutschland erweitert werden.


„Wir wissen, dass eine hohe Affinität erzeugt wird, wenn Studierende eine Region oder ein Krankenhaus näher kennenlernen. Und Angebote, dort auch eine Weiterbildungsstelle anzunehmen, werden sicher kommen.“ Die Forderung nach mehr Medizinstudienplätzen hält Montgomery für gut und richtig, ihre Realisierung sei aber im Moment utopisch. „Deshalb müssen wir das tun, was möglich ist: das Studium verbessern, damit die Absolventen auch kurativ arbeiten wollen und unter den Studienplatzbewerbern gezielter auswählen. Letzteres fehlt in der neuen Approbationsordnung.“  Vor allem müssten aber die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Der größte Bruch erfolge an der Schnittstelle zwischen erfolgreichem Studienabschluss und der Aufnahme der Weiterbildung. „Wenn wir den Kulturschock, den viele im PJ erleben, mindern könnten, hätten wir schon fast keinen Ärztemangel mehr“, so Montgomery.

Quelle: Bundesärztekammer, 19.01.2012

 
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